Trau dich zu schreiben, was hast du zu verlieren?

Vielfach sehe ich bei Bloggern zwar den Wunsch, nicht jedoch den Mut sich hinzusetzen und Etwas zu schreiben, das sie eines Tages als Buch in Händen halten wollen.
Manchmal ist es Angst vor dem Versagen, dann das Gefühl nicht genug Zeit zu haben, viele nennen andere Gründe – oft genug ist es nichts anderes als die Furcht vor den Kommentaren und Meinungen anderer.

Es geht hier nicht um Selfpublisher oder um Verlagsautoren. Bekannt zu werden wie ein Stephen King ist für viele ein Wunsch(traum), den jedoch nur wenige erreichen (werden).

Überlege dir, wie du dir das Leben eines Autors vorstellst. Oft steht das Bild einer Person vor dem inneren Auge, die sich über die Tastatur beugt und der die zündenden Ideen einfach zufliegen.
Die Vorstellung ist schön, aber nicht zwangsläufig korrekt.
Dann kommen Fragen und Zweifel auf, wenn das eigene Werk nicht will, wie der Schreiberling selber. Ein paar dieser Punkte sind diese:

Schreiben ist Talent, kannst du es nicht, dann lernst du es eh nie!

Definitiv nein!
Schreiben ist nichts anderes als Handwerk, das sich lernen lässt. Talent ist zwar hilfreich, dennoch ist es sinnvoll, es als Handwerk zu betrachten.
Nimm beispielsweise jemanden, der fürs Nähen von Kleidern Talent hat, aber keine Ausbildung und keine Fachkenntnisse hat. Er / Sie wird zwar was hinbekommen, aber der Feinschliff fehlt.
Schreiberlinge mit Talent haben einfach nur ein gutes Gespür, wie sie gewisse Worte setzen können oder glaubwürdige Charaktere kreieren.

Eine gute Idee reicht und die Geschichte schreibt sich von selber.

Selbst die beste Idee will ausformuliert werden.
Eine gute Idee ist eine feine Ausgangsbasis und ein Anfang. Doch selbst die beste Idee kann sich im Lauf des Schreibens verändern. Charaktere, Plots und Storyline entwickeln sich gern parallel zum Schreibprozess.

Ein echter Autor hat keine Schreibblockaden!

Frag Stephen King – und wer könnte das besser sagen als er?
Es ist eher die Frage, wie ein Autor damit umgeht. Lediglich aufzugeben ist bei einer Schreibblockade keine gute Idee.
Wie es Winston Churchill in einer Dr. Who Episode sagte – EWW (einfach weiter wurschteln). – ok, ja ich mag den Doktor 🙂
Übrigens können verschiedene Techniken dabei helfen, Schreibblockaden zu überwinden.

Was fällt dir dazu ein?

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18 Antworten auf „Trau dich zu schreiben, was hast du zu verlieren?

    1. Talent-free writers can change their way, away from writing to any other kind of creativity. I think for writers without talent writing is absolutely hard. The question is do they have fun with writing? I don`t think so.

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    1. Du meinst das „Eisbergmodell“? Ich hab jetzt – ehrlich gesagt – nachgooglen müssen 🙂

      „Wenn ein Prosaschriftsteller genug davon versteht, worüber er schreibt, so soll er aussparen, was ihm klar ist. Wenn der Schriftsteller nur aufrichtig genug schreibt, wird der Leser das Ausgelassene genauso stark empfinden, als hätte der Autor es zu Papier gebracht. Ein Eisberg bewegt sich darum so anmutig, da sich nur ein Achtel von ihm über Wasser befindet.“

      – (E. Hemingway)

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      1. In dem Buch Paris is a moveable Feast schreibt Hemingway, dass er immer aufhörte zu schreiben, wenn er noch weiterschreiben wollte und genau wusste, wie die Geschichte weitergeht. Ich hatte manchmal das Problem mich völlig zu verausgaben und am nächsten Tag konnte ich keinen vernünftigen Satz mehr schreiben. Jetzt schreibe ich jeden Tag, aber weniger und höre immer auf wenn es am schönsten ist. Die meisten haben wohl solche Probleme nicht, aber mir hat das gut geholfen. Lg

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  1. Eine Schreibblockade hatte ich noch nie im Laufe meiner 5jährigen Schreiberfahrung. Ich leide eher unter Zeitmangel. Ansonsten greife ich auf meine umfangreichen Notizhefte zurück, wo ich mir Ideen
    stichwortartig notiert habe. Zur Zeit bin ich einmal wieder beim Aufräumen und es überrascht mich was ich mir alles notiert habe. Herzliche Grüsse

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  2. Vielen Dank für die Motivation 👌 Ich glaube, der 1.Schritt ist am Schwersten: sich Zeit zu nehmen für etwas, was man noch nicht etabliert hat; dazu zu stehen; das richtige Genre für sich zu finden! Habe ein paar angefangene Sachen, die noch auf Vollendung warten und außerdem einen Haufen Ideen…sie warten alle noch auf die richtige Zeit😏
    Kannst du mir was empfehlen, um sich schreibtechnisch weiter zu entwickeln?
    LG Khalisa

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    1. danke und gerne 🙂

      Das richtige Genre kannst du nicht finden, es wird sich irgendwann bei dir einschleichen. Ich hab den Eindruck, es ist wie eine Katze – du suchst dir nicht die Katze aus, sondern die Katze erwählt dich.
      Meines hat sich erst durch den Blog und die Sache mit Noah herauskristallisiert.

      Meiner Meinung nach ist jeder Schreiberling anders und es gibt keinen allgemein gültigen Weg.

      Ich kann es versuchen.
      Was liest du selber gerne? Bei welcher Art von Texten fließen die Worte leichter als bei anderen?

      LG

      Rhiannon

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      1. Schönes Bild mit der Katze 👌
        Ich lese schon immer am liebsten Bücher, die auf wahren Begebenheiten beruhen- sei es, Romane, Biographien oder Sonstiges. Deswegen könnte ich mir kein fiktives Buch vorstellen. Ist auch schonmal eine Richtung, nicht wahr!?

        LG

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      2. Absolut!
        Was ist mit Büchern/Texten, die fließend sind? Oder ziehst du „reine Biographien“ beispielsweise vor?

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  3. Beim ersten Punkt würde ich ein klitzekleines bisschen widersprechen. Ja, schreiben ist ein Handwerk, aber wie bei jedem Handwerk gehört auch wenigstens ansatzweise Talent dazu, Stimmungen, Situationen, Personen beschreiben zu können, Dialoge lebendig werden zu lassen, anstatt langweilig. Was wäre z. B. ein Steinmetz, der zwar die Werkzeuge bedienen kann, aber nicht in der Lage ist, die Figur im Stein zu sehen und alles unnötige drumrum wegzumeißeln? Der nicht das Gefühl für verschiedene Arten von Stein hat? Dem das räumliche Sehen und Denken fehlt? Ich für meinen Teil würde gern zeichnen können, allerdings kann ich mir nicht mal vorstellen, wie eine neue Farbe zuhause an der Wand wirkt, bis ich sie nicht gesehen habe. Mir fehlt also das Talent für die darstellende Kunst. Vielleicht lässt es sich mühsam erlernen, kann sein.

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    1. Wieso wiedersprechen? Du ergänzt es lediglich.

      Dein Steinmetz könnte übrigens dann als „moderner Künstler“ anfangen 😉

      Manchmal ist es ein anderer Zugang, der erlaubt das eigene Talent zu nutzen. Vielleicht ist es eine Muse, die es aufweckt, oder eine „Inselbegabung“, die andere nicht begreifen.

      Wer völlig talentfrei ist, kann einen anderen Weg mit seinen Ergebnissen gehen – aber er / sie wird sich schwer tun, das ursprüngliche Ziel zu erreichen.

      Wenn du gern zeichnen können möchtest, dann zeichne. Steckt auch nur irgendwo ein Funke Talent in dir, dann wirst du ihn damit vielleicht wecken können. Also, frisch ans Werk 🙂

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  4. Toller Beitrag, Danke!

    Für mich ist das so…Schreiben ist für mich ein bisschen wie Musik machen. Ich mache es einfach, weil ich Lust drauf habe, für den Moment, in dem es sich gut anfühlt, es zu tun. Egal, ob man Rockstar wird oder nicht und egal, was Zuhörer (bzw. Leser) darüber denken, ob es ihnen gefällt oder nicht. Es gibt mir etwas…und darauf kommt es erstmal an. Über alles andere machen sich dann andere Gedanken… 😉

    LG Farouk

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