Bist du bereit, wenn die Muse dich küsst?

Du kennst gewiss die Geschichten um die Kunst des Minnesangs, in der eine, meist höhergestellte Dame, als Muse für den Minnesänger galt.
Ihr ergeben, sie vielfach anbetend, war sie seine Inspiration für seine Schöpfungen, Gedichte und Werke.

Im Lauf der Jahrhunderte vermochte die Muse Künstlern eine Stimme zu geben. Manchmal waren sie ein Paar, häufig spielte Verliebtsein eine Rolle. Oft genug war diese Muse nichts anderes als ein Mensch, der dem Kunstschaffenden Inspiration verschaffte.

Lebte die Muse nicht einst auf dem Berg Helicon und atmete Dichtern, Musikern und anderen Künstlern ihre Werke ein, um von ihnen mit liebreizenden Worten geehrt zu werden?

Inspiration durch eine Muse kann großartige Werke vollbringen. Wenn du schreibst, spürst du manchmal Etwas in dir, das auf Papier oder auf den Bildschirm will. Du hast keine Ruhe, bis die Worte nicht geflossen sind. Du denkst nach, wie du es gut formulierst, obwohl die gewählten Worte perfekt sind.
Wenn du den Text später liest, erkennst du, er ist anders als die üblichen. Besser geschrieben, als wäre er nicht von dir, sondern jemand oder etwas hätte deine Hand geführt und deine Gedanken gelenkt.

Das ist es, was die Muse bewirkt, Texte zu schreiben, die aus dem Innersten stammen, Worte zu finden, die im Bauch entstehen.

Du spürst es, wenn du deine Muse findest, auch, wenn sie aus einem anderen Flecken deines Lebens stammt, als du denkst. Jeder, der deinen Lebensweg kreuzt, hat das Potential, deine Muse zu werden, jede »Lebensbegegnung« hat das Zeug dazu in sich. Übrigens muss die Muse nicht zwangsläufig weiblich sein.

Ich denke, jeder, der sich darauf einlässt, zumindest einen Teil seines Lebens dem Schreiben und Erzählen zu widmen, wird früher oder später erkennen, wer das ist.
Ob es funktioniert, sich die Muse auszuwählen? Bei einigen sicher, bei anderen nicht.

Meine Muse kenne ich seit vielen Jahren, es ist eine Person, die mir wichtig ist und deren Stimme etwas in mir zum Vibrieren bringt, wenn ich sie höre. Ob sie dies weiß? Ich habe es dieser Person bisher nicht gesagt.
Eine Muse muss nicht immer wissen, dass sie eine ist, obwohl ich glaube, dass die meisten Menschen sich geschmeichelt fühlen, wenn ihnen gesagt wird: „Du bist es, du bist meine Muse, die mich inspiriert!“

Kennst du deine Muse oder wartest du noch auf sie?

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Wenn Krähe Noah zu Besuch kommt …

Noah besucht uns häufiger, meist hängt etwas für die Meisen auf dem Balkon, von dem schließlich er speist. Maze selber scheint noch kein richtiges Interesse entwickelt zu haben, spielt viel lieber mit Carry.

Versetzen wir uns die Lage der Krähe, stellt sich die Frage, wie Noah das sieht. Kombinieren wir die Krähe mit einer alten Legende, wenn wir sie sich unterhalten lassen oder ist es ein neuer Charakter, der für die Geschichte wichtig werden könnte? Lassen wir es an uns herankommen, wie sich die Dinge entwickeln werden.

*****

Noah hüpfte auf die Stange des Balkongeländers, kundschaftete vorsichtig das Areal vor sich aus, blickte nach den Meisen, die in den Bäumen hinter ihm warteten, amüsierte sich über die Tauben, die ihn giftig anblickten, weil er sich »ihrer« Nahrung bemächtigte.
Den Kopf neigend, sich dadurch über die Tauben lustig machend, hüpfte er auf die Armlehne des weißen Stuhles auf dem Balkon.

Hier hing ein Behälter mit Futter, das mit Sicherheit nur ihm zuliebe aufgestellt worden war. Diese Menschen hier schienen ihn zu mögen. Oder wollten sie ihn nur als Spielkamerad für die Schwarzweiße hier haben?
Spielte an sich keine Rolle. Ganz im Gegenteil, er beobachtete erst einmal den Boden des Balkons, bevor er sich dem Futter widmete. Sah in Richtung des Fensters, dann erneut zum Futter und verspeiste einige Brocken.
Vielleicht sollte er hallo sagen? Er hatte die hübschen rosa Ohren der Schwarzweißen nicht gesehen. War sie überhaupt da?
Sachte hüpfte er zum Boden hinab, einige Brocken lagen hier, welche er auflas.
Den Kopf leicht schräg haltend, blickte er zum Glas hin, wartend, ob die Schwarzweiße wieder auftauchte. Hüpfte näher und noch ein kleines Bisschen näher, bis er nur praktisch mit der Spitze seines Schnabels an der Holztür des Balkons stand.
In den Wohnraum hinein blickend, bemerkte er, wie die Schwarzweiße auf dem Boden saß, erst jetzt erkannte, dass er da war.
Hatte sie etwas abgelenkt? Schien fast so. Denn im Hintergrund sah er etwas gänzlich Neues. Pechschwarz, schwärzer noch als Soars Gefieder, leicht schimmernd, erkannte er nur wenig, zu weit weg vom Glas war es. Und doch machte ihn dies neugierig. Er sah noch, wie sich hinter einem Vorhang, der im Raum hing, etwas bewegte, der Vorhang selber dies auch tat.
Doch das schwarze Etwas schien ihn zu ignorieren, was ihn erneut neugieriger werden ließ.
Ein Blick hinein in die Fenster, erkannte er, wie das kleine Wesen die Schwarzweiße ansprang, sich mit ihr balgte.
Das amüsierte ihn, erinnerte es ihn doch ein wenig an andere Gestalten, die er tagtäglich draußen im Freien sah, die kleinen Wesen, die jeden Tag um das eigene Überleben kämpfen musste, weil sie nicht viel hatten und kaum etwas bekamen. Wie die Vögel, die sich stets um die besten Stücke Futter stritten, den schwächeren Tieren mitunter nichts oder nur sehr wenig abgaben, so standen sie da, prügelten sich, wenngleich auch auf andere Weise.

Leicht melancholische Gedanken vor sich hertreibend, konzentrierte er sich vollends auf dieses Fellbündel. Es war klein genug, ob er damit spielen konnte? Oder vielleicht gar verzehren?
Doch dann verwarf er diesen Gedanken wieder, hüpfte näher an die Glasscheibe heran um besser in die Räumlichkeiten dahinter hineinsehen zu können. Stellte jedoch rasch fest, dass er dafür doch etwas zu klein war. Wie die Schwarzweiße dahinter sich duckte, um nicht mehr denn ihre Ohrenspitzen zu zeigen, so war von ihm vielleicht auch nicht mehr als nur die Spitze des Kopfes zu erkennen, die aufgeplusterten Federn, wenn der Wind durch sie hindurch strich.
Hin- und herhüpfend, dabei die Nahrung im Schnabel haltend, vor Neugier gespannt, suchte er den besten Platz um ein klein wenig näher zu rücken und das schwarze Wesen zu sehen.

»Du bist zu klein, mein Freund!«
Erschrocken verschluckte sich Noah. Die Stimme erklang hinter ihm beinahe wie aus dem Nichts.
»Du bist einfach nicht groß genug. Bist groß genug um die anderen zu verscheuchen, kommst aber nicht, wenn die Tauben hier speisen.«
»Wer …«
Gelächter ertönte hinter ihm, anders, als es jede Krähe sein könnte. Sie waren niemals in der Lage solche Laute von sich zu geben, wie diese Stimme.
Hustend, ein Bröckchen mochte in seiner Kehle steckengeblieben sein, verschlang er die letzten Rest aus seinem Schnabel und drehte sich um. Woher kam die Stimme?
»Siehst mich nicht?«
Amüsement lag darin, bevor es wieder entschwand.
»Ist ne kleine Katze. Weißt? Hast nicht gesehen, wie sie den Alten weggebracht haben, der zuletzt nur noch in der Gegend rumlag und so viel schlief?«
Noah hüpfte zurück auf die Armlehne des Stuhles. Blickte ins Leere hinaus, wo er die Stimme vermutete.
»Weißt, er war müde, Zeit für ihn zu gehen. Kannst ja nicht ewig leben. War krank, lieb aber krank.«
»Verstehe. Was ist das dann?«
»Sie hat den Platz vom Alten bekommen. Ist ein Mäderl und die da drinnen mögen sie. Also nicht wehtun. Aufpassen, wenn sie mal raushuscht.«
»Wird sich weisen, so selten wie sie rausdürfen. Ich kann mit denen ja nicht mal reden!«
»Wieso solltest denn auch?«
Den Kopf schief haltend, nachdenkend, hüpfte Noah zurück auf das Geländer und hinaus in die leichte Brise. Die Flügel entfaltet, sich vom Luftstrom tragen lassend, flog er zurück zu seinem Nest, darüber musste er erst einmal gründlich nachdenken

*****

Nun habe ich eine Frage an dich.
Mir schwebt für die Stimme aus dem Off zwar schon etwas relativ Konkretes vor, aber was könntet ihr euch vorstellen, wer oder was da mit Noah sprechen könnte?

Powernapping nach der ersten Aufregung …

Das Leben als Katze vermag anstrengend zu sein. Herumtoben, laufen und mit den älteren Katzen zu spielen kostet eine Menge Energie und Kraft. Hier helfen einige Minuten »Powernapping« an den Dosenöffner gekuschelt, bevor die Spielerei und Lauferei erneut startet.

Carry fungiert als ältere Schwester, wobei die Frage ist, was sie ihr alles beibringen wird. Das steht auf einem anderen Blatt geschrieben.

Trotz Gefauche in den ersten Tagen sind die beiden inzwischen nahezu unzertrennlich und nach dem Spielen erschöpft. Da muss der Katzendaddy als Ruhekissen herhalten.

Inzwischen passt sich Maze an ihre großen Schwestern an. Zuerst trillerte sie, jetzt gurrt sie mehr. Wer weiß, gegebenenfalls sprach sie anfänglich einen anderen »Dialekt«.

Abgesehen von einem Wirbelwind und entzückendem Wesen brachte Maze auch den Anfang des Romanes mit sich.
Bedenkt beim Lesen bitte, es ist ein Rohentwurf, der ein wenig Feinarbeit benötigt.

*****

Sie fror. Es wackelte und bewegte sich der Untergrund, auf dem sie lag. Das gefiel ihr nicht besonders, vor allem, wenn sie nichts zu sehen bekam. Das sorgte für Protest, sie maunzte leise und sah die Wesen an, die sie mitgenommen hatten. Was wollten die von ihr nur?

Müdigkeit kroch in ihr hoch.
Wohin kam sie? Was geschah mit ihr?
Hatte sie Angst? Das wusste sie selber nicht so recht. Es schlug das Herz bis hinauf zum Hals, in einem schnellen Takt.
Wo waren die Brüder hin verschwunden, als sie in den Kobel gesetzt wurde?
Es war kalt, sie sah nichts, es rumpelte und ruckelte, wo kam sie denn hin? Was geschah mit ihr?

Würde sie das erfahren wollen? Angst war es nicht, das sie bewegte – wohl eher im Gegenteil, sie spürte langsam aber sicher Müdigkeit in ihren Knochen.
Dann kam sie in die Wärme, es war nicht mehr kalt, sondern einfach nur noch schön warm. Doch wo war sie gelandet? Neugierig steckte die Kleine ihren Kopf hin und her, um möglichst vieles zu beobachten. Wo war sie nur gelandet?

Es roch anders als sie es kannte. Es roch seltsam, nicht mehr nach ihren Brüdern. Dennoch war da noch der Geruch, den sie von früher her kannte, von den großen Wesen, deren Gesten und Worte sie nicht verstand. Es war schon eigenartig. Aber gab es etwas, das sie hier begreifen würde?

Es dauerte für sie eine Ewigkeit, dann erst kam sie hinein in Wärme. Das eine große Wesen öffnete den Kobel und ließ sie hinausblicken. Es roch nach Nahrung, hatte das Wesen ihr doch etwas zu essen hingestellt.
Klar hatte sie Hunger, aber sie wollte auch Ruhe. War erschöpft und müde.
Es machte nichts aus, dass der Magen knurrte. Müde war sie. Sehr müde.
Dann die ganze Aufmerksamkeit, die es hier gab.
Die Streicheleinheiten.
Anfangs war sie bei allen scheu gewesen, das war doch auch bei den Geschwistern so gewesen. Es hatte etwas gedauert, bis das altbekannte Wesen sie hochheben durfte, weg von der Mama. Doch daran hatte sie sich gewöhnt und schließlich sogar gemocht. Den Geruch des Wesens, den sie öfters schon in der Nase hatte, noch weit vor der Zeit, als es sich um sie kümmerte. Wurde von diesem Wesen gestreichelt und liebgehabt.
Das neue Wesen hier, es schien dem anderen, altbekannten ähnlich zu sein. Das war in Ordnung. Leise fing sie zu schnurren an, sich selber zu beruhigen, so erschien ihr die Sache durchaus sinnvoll.
Der Schlaf drückte sie, doch noch war es nicht so weit.
Fasziniert vom neuen Geruch stand sie erst einmal da, nahm ihn in sich auf, sog ihn ein.
Da war noch etwas, das sie nicht verstand. Es roch nach etwas, wie sie selber war.
Aufrecht stehend, wartend, was da kommen möge, öffnete sich eine Tür und zwei andere Ihresgleichen kamen herein.
Der Schlafmangel machte sich allmählich doch bemerkbar.
Der Schlaf wollte nicht kommen, dazu die Aufregung und das Adrenalin. Wie das Herz pumpte und sie wachhielt. Es klopfte bis zum Hals. Dazu kam, dass diese fremden Wesen sie ständig hochhoben, dann jedoch spürte sie ihren Herzschlag und das beruhigte sie wieder.
Dann setzte eines dieser Wesen sie auf eine bequeme und weiche Unterlage. Das erinnerte sie an ihre Familie, ihr eigenes Rudel. Doch das war nicht da, war weit weg. Ob sie jemals wieder zurückkam? Spielte das eine Rolle?
Sie saß vor einem der Nahrungsplätze, es roch gut und angenehm. Bis sie mit der Nase vor dem Pott stand und zu futtern begann.
Nichts ließ sie übrig, das Essen stillte zumindest ihren Hunger. Sie hatte in dem Sinn auch keine Bange mehr, es schmeckte gut.
Dann hob das eine Wesen sie erneut hoch und sie startete mit dem Schnurren, diesmal eher gesättigt und aus Wonne, denn vor Angst.
Es setzte sie hinauf auf die weiche Unterlage und streichelte sie vom Kopf bis zur Schwanzspitze. Erinnerte sie irgendwie an ihr altes Rudel und ihre Mama, jetzt konnte sie einschlafen, alles war gut.

*****

Wie verlief die Eingewöhnungsphase bei dir, wenn du Katzen hast?
Hat es ohne Stress und Streitereien geklappt oder verlief es eher sehr hektisch und mit viel Gefauche?

Es ist Teezeit …

Es gibt einige wunderbare Dinge, die passierten, seit ich meinen Blog hier betreibe. Bereits jetzt durfte ich einige wunderbare Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Ländern kennenlernen. Ein weiterer Effekt war, dass sich über diesen Blog ein guter, alter Freund meldete, mit dem ich vor nahezu einem Jahrzehnt das letzte Mal Kontakt hatte.

Etwas, das mich ungemein freute, war auch die Einladung zu einem Gastbeitrag auf einem Blog zu schreiben. Hier kannst du ihn finden:

https://happinessbetweentails.com/2018/12/20/benefits-of-tea/
Danke da-AL für deine Inspiration 🙂

Tust du dir mit englisch schwer, hier ist der Text auch auf deutsch für dich.

Es ist Teezeit

Tee bietet äußerst wertvolle Eigenschaften. Viele kleine körperliche Schmerzen können mit der richtigen Auswahl leicht gelindert werden.

Wenn du einen Blick in meine Teebox wirfst, findest du einige Kräuter, die Heilzwecken dienen. Die Klassiker (Hagebutte, Kamille und Fenchel) sind natürlich enthalten. Ich möchte hier jedoch zwei Sorten vorstellen, die ich seit langem für absolut unverzichtbar halte:

Damiana

Damiana Tee schmeckt wie getrocknetes Heu.
Zu den positiven Effekten gehören Stressabbau (es macht einen leicht euphorisch), Linderung von Menstruationsschmerzen und entzündungshemmende Eigenschaften.

Viele Menschen finden, dass es hilft, Magenprobleme zu lindern, wirkt als Aphrodisiakum, unterstützt den Schlaf und stärkt das Herz und den allgemeinen Kreislauf.

Bittergurke

Wenn dir der bittere Geschmack nicht gefällt, süße ihn mit Honig, denn er schmeckt wirklich bitter!

Vor allem Diabetiker und gesundheitsbewusste Menschen profitieren von der positiven Wirkung. Wenn du abnehmen willst, probiere ihn aus, da mit ihm die gewohnte Ernährung nicht geändert werden muss.

Ich erlebte es an mir selbst – obwohl ich es nicht einmal beabsichtigt hatte. Er enthält Saponine, die dem Körper helfen, gefährliches Bauchfett (viszerales Fett) abzubauen. Bittergurkentee hilft, diese Art von Fett loszuwerden, was selbst den restriktivsten Diäten nur selten gelingt. Um die Ergebnisse zu überprüfen, bat ich ein befreundetes Paar, auch den Tee zu trinken. Ihre Ergebnisse waren ident zu meinen.

Bitterergurke ist reich an Eisen, Kalzium, Phosphor, Kupfer, Kalium und den Vitaminen A, B1, B2 und C. Daher ist er optimal für einen gesundheitsbewussten Lebensstil geeignet.

Vorsicht ist nur bei Schwangeren und Menschen mit niedrigem Blutdruck geboten.

Mein persönlicher Favorit des Bittergurkentee, ist der „Trà Khổ Qua“. Es ist eine Kombination, die auch Reishi-Pilze enthält, was ihn weniger bitter und noch gesünder macht.

Ich empfehle jedem, sich mit Tee zu beschäftigen und offen für eine Vielzahl von Eindrücken zu sein.

Guter Tee ist wie ein geliebter Freund.

Aufregung im Katzenheim – wenn die Feste im Dezember gefeiert werden …

Feierst du Feste um das neue Jahr zu begrüßen oder um die kürzeste Zeit im Jahr zu feiern?
Wer sein Heim mit Katzen teilt, für den ist die Weihnachtszeit immer spannend, vor allem, wenn es sich dabei um jüngere Exemplare handelt. Häufig sind die Verpackungen der Geschenke so schön raschelndes Spielzeug. Das Lametta, das viele Bäume schmückt, glitzert verführerisch.
Der Mensch ist zu Hause und häufig schwer beschäftig. Dann kommt Silvester mit der lauten Knallerei, die viele Dosenöffner dazu bringt, bei ihren Lieblingen zu Hause zu bleiben.

Meine Maze ist ein willkommenes »Weihnachtsgeschenk« (und zwar auf Lebenszeit), viele andere Tierbabys landen leider nach den Feiertagen auf der Straße. Vielfach wird gezankt, von Weihnachtsfrieden ist leider nicht überall zu sehen oder zu hören.

Darum wünsche ich dir und deinen Liebsten, deinen Freunden und deiner Familie ein schönes, besinnliches Fest. Ob du Christ bist oder einer anderen Glaubensgemeinschaft angehörst, spielt dafür keine Rolle, denn es ist der Gedanke, der zählt. Vor allem spielt es keine Rolle ob du in Haiti, Australien, Amerika, Island oder anderswo lebst.

  • Ein schönes Weihnachten denen, die christlich feiern.
  • Ein schönes Julfest oder Jolabot jenen, die dieses feiern (euch ein schönes Neujahr).
  • Ein schönes Chanukka-Fest allen Juden.
  • Ein schönes Diwali den Hindi.
  • Bei vielen polytheistischen Glaubensrichtungen kenne ich nicht einmal die Namen – euch ebenfalls ein schönes Fest.
  • Und wer sich selber als Atheist bezeichnet – dem wünsche ich schlichtweg ein paar ruhige Tage zur Erholung.

Ich wünsche euch allen, dass ihr im kommenden Jahr euren Wünschen näher kommt oder sie erreicht.
Und wer von euch mag, erzählt mir doch, wie erleben eure Katzen diese Tage?

Wofür schreiben wir eigentlich?

Wofür schreiben wir und wie gehen wir damit um, wenn sich jemand des Geschriebenen erfreut? Viele schreiben, verlegen und veröffentlichen ihre Werke.

Für viele steht das eigene Werk im Zentrum, für andere die Verkaufszahlen.

Lassen wir das tatsächliche Werk einmal beiseite und besinnen uns auf das Dahinter.

Häufig ist die Frage, wie Autoren mit ihren Verkäufen umgehen. Ich lese des Öfteren, dass über mangelnde Verkaufszahlen geklagt wird oder hohe Zahlen gefeiert werden.

Dabei ist die Frage einfach zu beantworten:
Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass es Leser gibt, die das Buch in Händen halten und sich darüber freuen.

Ich sah, wie meine Mutter das erste Buch in Händen hielt und damals wurde mir eine Sache klar. Es hat mit Innehalten zu tun, mit sich-besinnen und zu wissen, warum wir überhaupt schreiben.

Schreiben wir »nur« für den Leser oder vielleicht doch eher für uns?

Wie fühlt sich ein Autor, wenn er oder sie sieht, dass ein Buch verkauft wurde oder die Zahlen wie bei den Stars am Autorenhimmel nach oben schießen?

Ich weiß nicht mehr, wann ich damit angefangen habe, eines Tages bedankte ich mich in Gedanken bei einem der Buchkäufer, weil er das Buch gekauft hatte. In diesem Moment erschien es mir stimmig. Dieses kleine »Ritual« behielt ich bei. Ich weiß nicht einmal, ob es anderes bringt, als meine Gedanken auszudrücken.

Vermag ich mit diesem kleinen Ritual eine Art Verbindung aufzubauen?
Ich weiß es nicht.
Schaffe ich es damit, ein gutes Werk zu tun?
Das weiß ich nicht.
Eines weiß ich – für mich ist es das Richtige in diesem Moment.

Was macht ihr in solchen Momenten? Habt ihr ein »Ritual«?

Katzentod und neues Leben … wenn die Katzenmama Zuwachs bekommt …

Es ist immer traurig, ein geliebtes Wesen gehen lassen zu müssen.

Vor einigen Tagen traf es Lexx. Er stand kurz vor multiplem Organversagen. Unsere liebe Tierärztin half rasch. Der Kater war ein Herz und eine Seele. Da es nichts half, blieb dieser eine Weg übrig um ihm Leiden zu ersparen.

Was folgte, war ein wunderbares Geschenk, das uns die kommenden Urlaubstage leichter machen wird:

Maze (mit Platz auf Lebenszeit), 3,5 Monate jung und behauptet sich schon gegen die anderen beiden Katzendamen. Womit mein Lebensgefährte dann der einzige Mann im Haus ist – wie er selber festgestellt hat.

Ohne Gefauche geht es zwar nicht, aber das ist normal, wenn ein Kitten zu älteren Katzen kommt.

Zu verdanken haben wir die Kleine unserem Vogelberater und lieben Freund Lex Nimrod. Dessen Bruder hatte einen Wurf junger Katzen und er war so freundlich, den Connect herzustellen.
Tausend Dank dafür 🙂

Maze, herzlich willkommen in der Familie.

Wohin die Katzenseele geht …

Als ich meine kleine Carry das erste Mal vor über 2 Jahren sah, war es um mich geschehen. Ein winziges, zerbrechliches Wesen, einem Flauscheball ähnlich und mit Staunen in den Augen, hatte mit einem einzigen Blick mein Herz erobert.
Es dauerte nicht lange und sie bezog ihr neues Heim, wo sie binnen kürzester Zeit ihr großes Herz öffnete.
Die erste Woche roch sie nach Kuhstall, stammte sie doch von einem Bauernhof. Erst nach einigen Tagen verlor sich der Geruch.

Man sagt oft, nicht der Mensch wählt sich die Katze, sondern die Katze erwählt sich ihren Dosenöffner.
Eine Katze in sein Leben zu lassen ist, bedeutet, ein neues Familienmitglied aufzunehmen, für das man Verantwortung trägt. Tiere können erkranken, eines Tages kommen sie in hohes Alter, bis der letzte Weg sie in den Katzenhimmel schickt.
Dann stellt sich die Frage, wie macht »Dosenöffner« weiter?

Es ist nie leicht ein geliebtes Wesen gehen zu lassen. Trauer um den Verlust und die Liebe zu einem Geschöpf, das sich klammheimlich ins Herz geschlichen hat. Ist es jemals ersetzbar?

Ich habe das mit meinem alten Kater Xeni vor zwei Jahren erlebt und binnen kurzer Zeit kam Carry zu uns. Sie ersetzte den Kater nicht, aber füllte eine Lücke mit ihrer Lebendigkeit und ihren Eigenarten aus, wie es nicht besser ginge.

Jedes Jahr verlassen uns Katzen und entschwinden nach einem hoffentlich guten Leben, geliebt von ihren Dosenöffnern und in Erinnerung bleibend.

Hast du dir Gedanken über den »Katzenhimmel« gemacht? Wie sieht er für dich aus?
Keiner von uns kann es sagen, ich könnte mir allerdings ein Sternenfeld vorstellen, wo jedes Funkeln ein Katzenleben ist.
In Österreichs Sagenlandschaft gibt es eine Geschichte, in der der Tod in einer Höhle unzählig viele Kerzen brennen. Um das Leben einer Person zu beenden, braucht der Tod nur dessen Kerze zu löschen.

Was meinst du? Wie sieht er für dich aus?

Wie kamst du zum Schreiben – wenn du schreibst?

Für wen schreibst du, wenn du schreibst?

Hast du dir diese Frage jemals gestellt?
Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich damit startete, ein Tagebuch zu führen, es dann beiseitelegte und erst Wochen später erneut versuchte.
Andere schreiben Bücher voll, vertrauen ihrem persönlichen Tagebuch selbst die kleinsten Erlebnisse an, die anderen völlig unwichtig scheinen.

Für mich war dieser Weg nicht der passende.

Schreibst du Geschichten und Gedichte, um dich selber auszudrücken oder weil du einfach gern deine Worte fließen lässt? Was schreibst du gerne? Welches Genre magst du und warum gerade dieses?

Dann existieren Unmengen an Fanfiction-Schreibern – zu denen ich auch nicht gehöre. Ich sehe zwar gern Serien unterschiedlicher Genre, allerdings ist es nicht so mein Ding vorhandene Charaktere in neue Abenteuer zu stürzen.
Wenn du Fanfiction schreibst, zu welcher Serie tendierst du?

Sind es eher die Fachtexte, die dir liegen?
Bei mir gibt es Phasen, in denen ich nur Sachbücher zu allen möglichen Themen lese.
Mir erscheint es als »Start« in das Schriftstellerleben ein klein wenig einfacher aber auch schwerer. Einerseits ist es leichter, sein Wissen damit zusammenzufassen, andererseits sollte einem selber klar sein, ob das eigene Wissen tatsächlich ausreicht.
Das, diese Ehrlichkeit ist notwendig, musst du für dich selber beurteilen.

Kochst du gerne?
Ich habe kochen lieben gelernt. Für mich war mein Lebensgefährte der Auslöser, damit überhaupt anzufangen. Durch ihn probierte ich verschiedene Rezepte aus und lernte neue Küchen kennen.
Vor einigen Jahren wusste ich nicht so recht, was ich meiner Mutter schenken sollte, also suchte ich mir einen Self-Publisher-Verlag und brachte mein erstes Buch heraus.

Mir erscheint es wenig sinnvoll, alle Autoren, Schreiber und Geschichtenerzähler in den gleichen Topf zu werfen.
Ich schreibe, weil ich anderen auch Freude machen will, aber auch, weil ich immer schon gern geschrieben habe.
In meinen Kochbüchern finden sich im Großen und Ganzen Rezepte, die ich selber ausprobiert habe – insbesondere bei der »Kleine Küchenfee-Reihe«.

Gab es bei dir einen konkreten Auslöser wie bei mir? Was schreibst du gern und welches Genre bevorzugst du?

lassen wir die Krähe erzählen …

Krähen sind, genau wie Raben oder Schwäne, Tiere mit ausgeprägtem Partnerdenken. Im Gegensatz zum Menschen vermag eine Krähe jedoch nicht das Smartphone zücken um den Partner anzurufen, sondern es bleibt ihr nichts anderes übrig, als zu warten.

Kennst du das Gefühl, auf den eigenen Partner zu warten? Ist ihm oder ihr etwas zugestoßen? Diese Gedanken wiegen schwer, wenn die Sorge groß ist.
Doch wie mag sich ein Vogel dabei fühlen, wenn der Partner nicht mehr an der eigenen Seite fliegt?

Noahs Hauptdilemma erscheint mir darin zu liegen, dass seine Partnerin nicht mehr da ist. Er weiß nicht, wo sie geblieben ist. Es fällt ihm schwer, das Nest zu hüten, das sie gemeinsam gebaut haben. Obwohl er genug Nahrung findet, legt er ständig etwas für seine Liebste beiseite und träumt davon, dass sie zu ihm zurückkehrt.

**********

Kälte kroch vom Boden auf, leichter Morgenfrost gefror jene dünnen Gräser, die das Jahr über bestanden und zog sich die Efeuranken den Baum hinauf, auf dem er nach wie vor ausharrte.
Sein Nest fühlte sich leer und einsam an, verwahrlost, nachdem seine Jungen flügge geworden waren und ihn und seine Liebste verlassen hatten. Vielleicht würde er eines schönen Tages einen von ihnen wiedersehen, aber ob er sie erkennen würde?
Viel zu oft hatte er es bei anderen Krähenpaaren mitbekommen, dass die Jungen nie mehr wiederkehrten, egal wie sehr sich die Eltern das wünschten.

Erste Schneeflocken fielen zu Boden, bildeten jene hauchdünne, weiße Decke, die binnen Kurzen wieder entschwand. Sie würde die wärmeren Temperaturen nicht ertragen und dahinschmelzen. Kalt pfiff der Wind durch sein Gefieder.
Sein Magen knurrte laut und vernehmlich, Hunger machte sich bemerkbar.

Vom Baum zu Boden hüpfend, wo noch einige Brocken Futter lagen, auf mögliche andere Vögel achtend, sah er die Brotkrumen, schnappte nach ihnen und stopfte sie sich in den Schnabel.
Es war gar nicht so einfach, alles aufzusammeln, viel zu wenig Platz fand sich darin. So pfiff der Wind durch die halbgeöffnete Futterluke.
Knurrend machte sich der Magen erneut bemerkbar, doch hier am Boden war der falsche Ort um sich die Nahrung, die Brotstücke, sinnvoll einzuverleiben.
Zurück zu seinem windgeschützten Flecken, den er sein Zuhause nannte, sein Nest, das er nur noch alleine bewohnte, verzehrte er gedankenverloren die Brotkrumen. Dachte dabei an seine Liebste, die er seit vielen Nächten nicht mehr gesehen hatte. Er vermochte nicht einmal ansatzweise zu sagen, was passiert war, wohin sie entschwunden war.
Lediglich das bittere Gefühl allein zu sein, hatte sie hinterlassen.

Sein Herz wurde schwer. Obwohl es noch andere wunderschöne Krähendamen gab, die in seiner Nähe noch partnerlos herumflatterten, so vermochte doch keine von ihnen so wunderbar zu sein wie seine Verlorene mit ihrem schlanken, grauen Fleck auf der Vorderseite und den einzelnen, grauen Federn im Gefieder.

Sehnsucht nach ihr sang in seinem Kopf, berührte zutiefst sein Herz, das nach ihr fragte und zu zerspringen drohte. Nur der Hunger in seinen Eingeweiden rumorte stärker.
Für einen Moment hatte er beinahe vergessen, dass sie nicht mehr da war. Sein Herz, sein Ein-und-alles, das er so schmerzlich vermisste, unzertrennlich waren sie gewesen, verliebt – und nichts vermochte sie dereinst voneinander zu trennen. In all den langen Nächten, die sie unzertrennlich gemeinsam unterwegs waren, hatte er sein Herz und seine Seele stets bei ihr gewusst.
Doch jetzt, wo sie nicht mehr bei ihm war, was blieb ihm noch übrig, als zu hoffen, sie möge eines Tages zu ihm zurückkehren und sein Herz erneut wärmen.

Völlig in Gedanken versunken hatte er wie früher einige der Brotkrumen in eine Ecke des Nestes gestopft um für sie und die Jungen etwas Nahrung bereitzuhalten. Völlig allein saß er in seinem Nest, schnappte sich die Brotstücke, die er zuvor noch gebunkert hatte und verspeiste sie.

Traurig blickte er den anderen Krähen zu, die oftmals paarweise im Augarten herumflogen auf der Suche nach Nahrung.
Von den meisten ignoriert, blickte er zu ihnen hin und fühlte sich beinahe wie ein Ausgestoßener, so einsam und alleine, dass es die anderen zu spüren schienen.
Inmitten dieses Auflebens von Gefühlen und impulsiven Emotionen der Herzen um ihn herum spürte er die Kälte, die sich beißend unter sein Gefieder schlich.

Er vermisste seine Liebste, die ihm regelmäßig Wärme schenkte, allein, indem sie sich an ihn kuschelte, wenn der Wind wieder einmal eisig kalt durch die Äste pfiff.

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Was meinst du? Was könnte ihr zugestoßen sein?

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Anmerkung von Lex Nimrod (und werde ich entsprechend korrigieren im Text):

kleine Vorschläge: hungrige Krähen bunkern nicht, sie schlingen sofort runter,.. was im Kropf is, kann ihnen niemand mehr wegnehmen,.. erwachsene Vögel kuschel sich nicht aneinander, bei Kälte brauchen sie den Abstand, damit sie sich aufplustern können und so volle Wärmeisolierung ihres „Daunenschlafsacks“ haben…