Warum magst du mich? Wer bin ich für dich?

Seit meiner frühesten Kindheit las ich gerne, verschlang Bücher und Geschichten.

Genau genommen war ich damals eine absolute Leseratte und Bücherwurm. Romane eröffneten Welten und schenkten Träume.
Viele der Geschichten sind inzwischen verloren. Charaktere und Figuren sind den Weg des Vergessens gegangen.
Einzelne Charakter blieben über all die langen Jahre immer präsent. Woran das liegt, weiß ich nicht.
Sie sind nach wie vor lebendig und prägten die ein oder andere Entscheidung in meinem Leben (mit).

Eine davon ist »Alanna von Trebond«.
In all der Fülle von Romanen, Geschichten und Figuren war sie nie die sonderlich große Erscheinung und hinkt in der Präsenz hinter weitaus bedeutenderen Charakteren her.
Alanna lebt in einer leicht fantasy-angehauchten Welt, hat einen Zwillingsbruder und tauscht mit ihm die Rollen. Er kann somit Zauberer werden und sie Ritter – wobei sie sich dafür als Bursche verkleiden muss.

Die ersten beiden Bände »Die schwarze Stadt« und »im Bann der Göttin« sind die besten aus der Reihe.

Im Grunde ist es eine Geschichte des Erwachsenwerdens, des Stärkerwerdens und des Lernens mit den eigenen Fähigkeiten umzugehen.
Der Schreibstil ist gelungen und die Charaktere, mit denen sie zu tun hat, machen ihr das Leben schwer. Für ein Kinder/Jugendbuch ist die Story ansprechend geschrieben und ich kann sie selbst jetzt noch lesen, ohne, dass es langweilig wird.

Sie ist zwar nicht die einzige Romanfigur, die bis heute in Form eines Buches im Regal steht, aber sie ist eine der besten.

Erinnere dich an die Geschichten und Romane deiner Kinderzeit und Jugend. Welche Figur ist dir bis heute in Erinnerung? Warum gerade diese?

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Noah, der Zaungast …

Kennt ihr das auch, wenn sich beim Schreiben eine Figur praktisch verselbständigt?

Noah ist bei mir eines dieser Beispiele, sitzt auf dem Balkon, sieht in den Wohnraum hinein und scheint beinahe zu erahnen, dass er bald ein Teil einer Geschichte werden wird.
Manche Schreiber erzählen, wie die Figur vor ihren Augen lebendig zu werden scheint, so deutlich sehen sie diese vor sich. Ob das mit Noah auch der Fall ist?

Die Namenswahl war rasch getroffen. Noah – so wird er heißen. Nur, ob er ein Rabenherr oder eine Rabendame sein wird, das hat Noah noch nicht verraten.

Dafür jedoch hat das Universum manchmal einen sehr eigenartigen Sinn für Humor, in diesem Fall ist das positiv gemeint.
Über diesen Blog hat sich ein Freund aus früheren Tagen bei mir wieder gemeldet. Es war schön wieder von ihm zu hören, weil uns damals viel verband.
Inzwischen arbeitet er in einer Falknerei mit und ich will ihm hier auch danke sagen, dass ich mich mit Fragen an ihn wenden darf.

Nun, von ihm weiß ich, dass unser Zaungast eine Aaskrähe ist. Ob dem Vogel das egal ist? Jedenfalls ist er eine treue Seele und kommt immer zu Besuch und das wird auch einer seiner Hauptcharakterzüge sein.

Was meint ihr, könnte noch zu Noah passen?